NEWSID: 1972
Datum: 01.10.2019 - 00:00 Uhr | Schleswig-Holstein

Meterhohe Flammen zerstören bekannte Kunstgalerie - Offenbar auch zahlreiche Gemälde und Plastiken zerstört

Feuer war vermutlich im Bereich der Heizung ausgebrochen - Gebäude stand bei Eintreffen der Feuerwehr schon lichterloh in Flammen - Brand griff auch auf angrenzendes Wohnhaus über - Sechs Bewohner konnten sich selbst befreien

Meterhohe Flammen zerstören bekannte Kunstgalerie - Offenbar auch zahlreiche Gemälde und Plastiken zerstört: Feuer war vermutlich im Bereich der Heizung ausgebrochen - Gebäude stand bei Eintreffen der Feuerwehr schon lichterloh in Flammen - Brand griff auch auf angrenzendes Wohnhaus über - Sechs Bewohner konnten sich selbst befreien

Datum: 01.10.2019 - 00:00 Uhr
Ort: Bunsoh bei Albersdorf / Schleswig-Holstein / Dithmarschen

Meterhohe Flammen haben in der Nacht zum Dienstag nicht nur ein Gebäude, sondern auch ein Lebenswerk zerstört: Die bekannte Kunstgalerie "Nordlicht" in Bunsoh im Landkreis Dithmarschen ist in der Nacht einem Feuer zum Opfer gefallen - und mit ihr offenbar auch zahlreiche Bilder und Skulpturen, die in dem Gebäude ausgestellt waren.
Gegen Mitternacht war die Feuerwehr zunächst zu einem kleineren Feuer auf dem Grundstück an der Schulstraße in dem kleinen Ort gerufen worden - doch das Feuer breitete sich rasant aus. Schon als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte die Galerie lichterloh. "Die Löscharbeiten waren sehr schwierig für uns, da das Dach aus zwei Schichten bestand - unten Teerpappe und oben drauf Blech - da gab es kein Herankommen an das Feuer", beschreibt Einsatzleiter Heiko Hasberg von der Feuerwehr die Schwierigkeiten.
Der Brand griff dann auch auf das direkt angrenzende Wohnhaus über. Die sechs Bewohner konnten sich aber rechtzeitig ins Freie retten und blieben unverletzt. Wie viele Menschen sich bei Brandausbruch in dem Gebäude aufgehalten hatten konnten die Einsatzkräfte nicht mitteilen.
Mit einem Bagger musste schließlich das Galeriegebäude komplett eingerissen werden, um an die Glutnester heranzukommen und diese abzulöschen.
Aufgrund der massiven und schnellen Ausbreitung des Feuers gab es für die in der Galerie ausgestellten Kunstwerke keine Rettung mehr - sie wurden alle durch Hitze und Brandrauch zerstört.
Rund 120 Feuerwehrleute waren die ganze Nacht hindurch mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Die genau Brandursache ist noch unklar. Die Schadenshöhe wird auf 300.000€ geschätzt. Die Kriminalpolizei nahm noch während der Löscharbeiten die Ermittlungen auf und beschlagnahmte die Brandstelle für weitere Ermittlungen.

© westkuesten-news.de / Florian Sprenger
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Unsere O-Töne
O-Ton Heiko Hasberg, Feuerwehr Bunsoh: "Es war ein Feuer im Bereich der Heizung ausgebrochen. Durch die doppelte Dacheindeckung, unten war Dachpappe und oben drauf dann Blech, hatten wir keine Chance das Feuer zu löschen. Daher konnte sich das Feuer auch sehr weit ausbreiten und auf das Wohnhaus übergreifen. Wir haben weitere Einsatzkräfte nachgefordert, unter anderem auch eine Drehleiter. Es handelt sich hier um einen alten Resthof, der zu einer Galerie umgebaut wurde. Im Gebäude befanden sich hauptsächlich Bilder und Figuren..."

    Unsere Bilder
  • Meterhohe Flammen lodern aus Galeriegebäude
  • Feuerwehr bei Löscharbeiten, auch unter Atemschutz
  • Flammen schlagen aus den Fenstern
  • Wohnhaus vor "Flammenwand" im Hintergrund
  • Dach wird gekühlt, massiver Löschangriff
  • Feuer greift über
  • Drehleiter trifft an der Brandstelle ein
  • Bagger reißt Aussenwände der Galerie ein
  • Löscharbeiten von Drehleiter aus
  • Feuer im Dach von Wohnhaus wird bekämpft
  • Rettungswagen vor Ort
  • Einsatzkräfte werden mit Getränken versorgt
  • Kriminalpolizei vor Ort, Ermittlungen
  • Schild "Galerie Nordlicht" vor dem Haus, Skulptur im Garten, Blick auf Brandstelle
  • Schnittbilder

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