NEWSID: 2041
Datum: 24.04.2020 - 23:30 Uhr | Schleswig-Holstein

Zweiter Großbrand auf Bauernhof innerhalb weniger Stunden: Weiter Lagerhalle mit landwirtschaftlichen Geräten lichterloh in Flammen

PAKETANGEBOT mit zwei Großbränden - Feuerwehren im Großeinatz - Diesentanks bersten bei großer Hitze - Löscharbeiten bis zum Morgen - Feuerwehrleute schützen sich mit Schals vor Infektionsrisiko

Zweiter Großbrand auf Bauernhof innerhalb weniger Stunden: Weiter Lagerhalle mit landwirtschaftlichen Geräten lichterloh in Flammen: PAKETANGEBOT mit zwei Großbränden - Feuerwehren im Großeinatz - Diesentanks bersten bei großer Hitze - Löscharbeiten bis zum Morgen - Feuerwehrleute schützen sich mit Schals vor Infektionsrisiko

Datum: 24.04.2020 - 23:30 Uhr
Ort: Quarnstedt / Schleswig-Holstein / Kreis Steinburg

Noch während die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten an einer Stall- und Maschinenhalle in Klein Offenseth-Sparrieshoop beschäftigt waren (siehe https://www.westkuesten-news.de/news/2040), lief schon der nächste Alarm auf: Wieder gab es ein Großfeuer, dieses Mal im nur 30 Kilometer entfernten Quarnstedt im Kreis Steinburg. Auch dort geriet eine Lagerhalle auf einem Bauernhof in Flammen. Als die Feuerwehr eintraf, brannte diese bereits lichterloh. Im inneren: Wertvolle Maschinen für die Ernte. Gleich nebenan: Ein Stall mit Tieren. Durch einen massiven Löscheinsatz konnte die Feuerwehr hier aber ein Übergreifen des Feuers auf den Tierstall verhindern.
Probleme bereiteten den Einsatzkräften dafür Dieseltanks in der Halle, mit denen die Fahrzeuge und Maschinen normalerweise betankt werden. Diese zerbarsten unter der großen Hitze und gaben dem Brand zusätzliche Nahrung.
Mit einer Drehleiter bekämpfte die Feuerwehr den Brand auch von oben und konnte die Flammen so ersticken. Auch hier stürzte die Halle teilweise ein. Wie hoch der Sachschaden ist, lässt sich nach Angaben von Feuerwehr und Polizei noch nicht beziffern. Aufgrund der ebenfalls vollständig zerstörten Erntemaschinen dürfte dieser aber immens sein. Die Polizei hat hier ebenfalls die Ermittlungen aufgenommen.
Auch bezüglich des Infektionsschutzes hat man bei den eingesetzten Feuerwehren bereits vorgesorgt: Da keine Masken mehr lieferbar waren, hat die Feuerwehr sogenannte Schlauchschals beschafft, wie der stellvertretende Wehrführer Thomas Martin im O-Ton berichtet.

Hinweis: Wir bieten Ihnen dieses Angebot im Paket mit dem vorausgegangenen Großfeuer in Klein Offenseth-Sparrieshoop (https://www.westkuesten-news.de/news/2040) als eine Abrechnungseinheit (Abrechnung nur nach Gesamt-Sendezeit beider Themen zusammen an).

© westkuesten-news.de / Florian Sprenger
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Unsere O-Töne
O-Ton Thomas Martin Stellvertr. Wehrführer Feuerwehr Wrist zur Maskenpflicht: "Als die Coronakrise immer größer wurde, haben wir uns als Wehrführung Gedanken gemacht, welchen Schutz können wir unseren Kameraden anbieten. Wir haben versucht Masken zu organisieren, dies war aber leider nicht möglich. Wir haben uns dann anderweitig orientiert und haben in Feuerwehrshops geguckt und dort hat eine Firma Schlauchtücher angeboten. Auf Anfrage bestand dort auch noch eine große Verfügbarkeit. Daraufhin haben wir für alle Einsatzkräfte Schlauchtücher bestellt und diese sind auch angewiesen im Falle einer Alarmierung Schlauchtücher zu tragen. Da wir keine Masken bekommen haben, war das für uns die erste und einfachste Möglichkeit, alle mit dem einfachsten Schutz auszustatten. Wir haben insgesamt 56 Stück besorgt."

O-Ton Daniel Meinicke Pressesprecher Feuerwehr: "Gegen 22 Uhr hat die Leitstelle mehrere Anrufe erreicht. Gemeldet wurde ein Maschinenhallenbrand in voller Ausdehnung. Dieses konnte auch direkt von den ersten Einsatzkräften bestätigt werden und es wurde umgehend eine Nachforderung durchgeführt. In dieser Halle befinden sich keine Tiere oder Menschen zum Zeitpunkt des Brandes. Als die ersten Einsatzkräfte eingetroffen sind, stand die Halle schon im Vollbrand. In einem benachbartem Stall wurden durch eine Riegelstellung mehrere Tiere geschützt. Dort wurde mit viel Wassereinsatz der Stall gekühlt und somit die Brandausbreitung verhindert. Durch den massiven Wassereinsatz gab es zwischenzeitlich einen Engpass. Dieser konnte aber schnell behoben werden, so dass die Drehleiter auch mit genügend Wasser versorgt werden konnte.
Bei der Detonation handelte es sich vermutlich um Treckerreifen.
Während des Einsatzes wurden zwei Personen rettungsdienstlich untersucht. Einmal einen Anwohner, den es Aufgrund der Lage hier nicht so gut ging und des weiteren ein Feuerwehrmann, der wohl Funkenflug ins Auge bekommen hat. Ein Abrissbagger wurde an die Einsatzstelle gerufen um die Halle abzureißen und um besser an die Glutnester zu kommen."

    Unsere Bilder
  • Totale der Brandstelle, meterhohe Flammen schlagen aus Gebäude
  • Lagerhalle in Vollbrand
  • Laute Detonation (berstender Dieseltank) am Einsatzort
  • Flammen schlagen aus Halle
  • Drehleiter im Einsatz, Löscharbeiten von oben
  • Feuerwehrleute bei Löscharbeiten, auch unter Atemschutz
  • Eingestürzte Halle, Nachlöscharbeiten an Brandruine
  • Schnittbilder

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