NEWSID: 2061
Datum: 04.08.2020 - 09:20 Uhr | Schleswig-Holstein

Flucht vor der Polizei endet im kühlen Nass: Autofahrer landet mit seinem Wagen im Hafenbecken und verweigert seine Rettung

Polizist springt in den Hafen um Mann aus dem sinkenden Auto zu retten - Fahrer war zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen und sollte kontrolliert werden - 39-jähriger war alkoholisiert

Flucht vor der Polizei endet im kühlen Nass: Autofahrer landet mit seinem Wagen im Hafenbecken und verweigert seine Rettung: Polizist springt in den Hafen um Mann aus dem sinkenden Auto zu retten - Fahrer war zuvor durch seine Fahrweise aufgefallen und sollte kontrolliert werden - 39-jähriger war alkoholisiert

Datum: 04.08.2020 - 09:20 Uhr
Ort: Flensburg / Schleswig-Holstein / Flensburg

Spektakuläres und nasses Ende einer vermeintlichen Routinekontrolle eines Autofahrers, der Beamten der Flensburger Polizei in der Nacht zum Dienstag aufgrund seiner Fahrweise an der Schiffbrücke direkt an der Flensburger Förde aufgefallen war: Anstatt sich der Kontrolle zu stellen fuhr der Mann mit seinem Ford Fiesta einfach in das Hafenbecken.
Zunächst reagierte der 39-jährige auf die Anhaltezeichen der Polizei und stoppte seinen Wagen auf einem Parkplatz direkt an der Kaikante. Als die Beamten jedoch den Streifenwagen verlassen hatten, beschleunigte der Mann seinen Wagen und fuhr direkt in Hafenbecken. Die Beamten liefen sofort zur Unglücksstelle und forderten den Mann auf, aus seinem zunächst noch auf dem Wasser schwimmenden Wagen zu klettern - Der Flüchtige weigerte sich aber zunächst.
Erst als der Ford zu sinken begann, kletterte er aus dem Seitenfenster. Einer der Beamten sprang in das Wasser und brachte den Mann an Land, von wo aus er dann in ein Krankenhaus gebracht wurde. Dort wurde ihm eine Blutprobe entnommen, da der Mann nach Angaben der Polizei vermutlich alkoholisiert war. Zudem soll er sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden haben.
Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr sowie die DLRG suchten mit Tauchern und Booten nach dem gesunkenen Wagen. Sie fanden ihn schließlich rund eineinhalb Stunden später und inzwischen schon rund 20 Meter von der Kaimauer entfernt und in rund sieben Metern Wassertiefe.
Eine Bergung des Autos war in der Nacht jedoch nicht möglich. Dies gelang erst am Dienstagmittag, nachdem Taucher der Feuerwehr erneut in das Hafenbecken gegangen und entsprechendes Hebegeschirr an dem abgetauchten Kleinwagen befestigt hatten. Mit einem großen Kran wurde der Ford anschließend ziemlich genau dort wieder abgestellt, von wo aus er zwölf Stunden zuvor in das Wasser gelenkt worden war.

© westkuesten-news.de / Sebastian Iwersen
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Unsere O-Töne
O-Ton Christian Kartheus, Pressesprecher Polizei Flensburg: "Heute Nacht gegen 0 Uhr sollte ein Fahrzeug an der Schiffbrücke in Flensburg kontrolliert werden. Der Wagen ist dann auf einen Parkplatz am Hafen gefahren. Als die Kollegen ausgestiegen sind um den Fahrer zu kontrollieren hat der Fiesta-Fahrer sein Fahrzeug beschleunigt und ist in das Hafenbecken gefahren. Der Wagen trieb dann zunächst auf dem Wasser im Hafenbecken und die Person hat sich geweigert das Fahrzeug zu verlassen. Wir haben ihm zugerufen das Fahrzeug zu verlassen, das wollte er zunächst nicht. Erst als Wasser in das Fahrzeug eindrang und der Wagen zu sinken begann ist der Mann dann aus der Seitenscheibe aus dem Auto gekommen. Der Mann wurde von uns aus dem Wasser gerettet, das heißt wir haben zunächst einen Rettungsring in das Wasser geworfen und ein Kollege ist dann auch in das Hafenbecken gesprungen und hat den Mann dann an die Kaikante geleitet. Dort wurde er dann aus dem Wasser gezogen. Der Mann ist anschließend in ein Krankenhaus gekommen und wurde dort erstversorgt. Wir haben ihm zudem eine Blutprobe entnommen weil er alkoholisiert gefahren sein soll. Letztendlich ist der Mann dann in ein psychiatrisches Krankenhaus eingeliefert worden. Hintergrund des Ganzen sind persönliche Probleme. Der Wagen befindet sich aktuell noch im Hafenbecken und soll im Laufe des Tages beborgen werden. Ein Kran ist angefordert worden, wie lange die Bergungsarbeiten dauern werden ist aber nicht abzusehen.

    Unsere Bilder
  • Nachtbilder:
  • Totale der Einsatzstelle in der Nacht
  • Taucher springt ins Wasser
  • Boot fährt mit Blaulicht auf dem Wasser, sucht Wasseroberfläche ab
  • Taucher im Wasser, Wasseroberfläche wird ausgeleuchtet
  • Blick auf das Hafenbecken
  • Einsatzkräfte besprechen sich
  • Taucher macht sich im Einsatzfahrzeug bereit
  • Absperrung rund um Unfallstelle
  • Schnittbilder
  • Tagbilder:
  • großer Kran vor Ort, Ausleger über dem Wasser
  • Taucher im Wasser, Seil wird angebracht
  • Kran hebt Fahrzeug aus Wasser
  • Wasser läuft aus Auto
  • Ford Fiesta wird auf Kaikante abgestellt
  • Zwei Abschleppwagen vor Ort
  • Schnittbilder

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