NEWSID: 2128
Datum: 01.03.2021 - 09:40 Uhr | Schleswig-Holstein

Tragische Explosion in Wohnsiedlung: Reihenhaus nach explosionsartigem Knall komplett zerstört - Bewohner überlebt - Lebensgefährtin vermisst

O-Ton mit Anwohner, Rettungsdienst und Feuerwehr - Komplette Giebelwand von Reihenausanlage herausgesprengt - Bewohner des Hauses wurde zunächst vermisst, nun wird nach seiner Lebensgefährtin gesucht - Feuerwehr und Rettungsdienst im Großeinsatz

Tragische Explosion in Wohnsiedlung: Reihenhaus nach explosionsartigem Knall komplett zerstört - Bewohner überlebt - Lebensgefährtin vermisst: O-Ton mit Anwohner, Rettungsdienst und Feuerwehr - Komplette Giebelwand von Reihenausanlage herausgesprengt - Bewohner des Hauses wurde zunächst vermisst, nun wird nach seiner Lebensgefährtin gesucht - Feuerwehr und Rettungsdienst im Großeinsatz

Datum: 01.03.2021 - 09:40 Uhr
Ort: Nortorf / Schleswig-Holstein / Kreis Rendsburg-Eckernförde

Die Explosion eines Reihenhauses in Nortorf stellt die Ermittler weiter vor Rätsel: Nachdem am Morgen zunächst der männliche Bewohner des Hauses in den Trümmern des total zerstörten Hauses vermutet wurde, konnte dieser inzwischen lebend, aber schwer verletzt aufgefunden werden. Nach neuesten Informationen fanden Rettungskräfte den 56-jährigen nicht ansprechbar neben seinem Auto auf einem abgelegenen Feldweg. Nach kurzer Erleichterung bei den Einsatzkräften nun die nächste Belastung: Auch die Lebensgefährtin des Mannes war in dem Haus gemeldet und wird vermisst. Man will nun nach Abstützung des Gebäudes nach der Frau suchen.
Mit einem lauten Knall endete die Nacht für Peter Bohne und weitere Anwohner am frühen Morgen in einer Wohnsiedlung in Nortorf bei Neumünster in Schleswig-Holstein. "Ich habe gleich zu meiner Frau gesagt, dass da etwas explodiert sein muss", schildert er die Schreckmomente am Morgen. Aus dem Fenster sah er dann schon die Flammen.
Kurz zuvor war es in einer benachbarten Reihenhausanlage vermutlich zu einer heftigen Explosion gekommen. Die Wucht der Detonation war so stark, dass die Giebelwand des Hauses komplett herausgesprengt wurde und auf die Straße fiel. Durch herumfliegende Trümmerteile wurden auch in der Straße geparkte Autos schwer beschädigt und Fensterscheiben benachbarter Häuser gingen zu Bruch.
Die wenig später mit einem Großaufgebot von mehr als 100 Helfern eintreffende Feuerwehr sah sich mit einem regelrechten Trümmerfeld konfrontiert. Die Kopfwand des Hauses ist ebenso wie Teile des Daches herausgesprent, Mauerteile liegen auf dem Rasen vor dem Haus, der Straße und geparkten Autois.
Der Bewohner des von der Explosion direkt betroffenen Hauses wurde bis zum späten Vormittag vermisst - Dann fanden ihn die Retter. Allerdings nicht in der Brandruine, neben seinem Auto auf einem Feldweg. Der 56-jährige war nicht ansprechbar und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Ob der Mann möglicherweise schwer verletzt vom Explosionsort davongefahren ist konnte noch nicht ermittelt werden.
Die weiteren Bewohner der Reihenhaussiedlung konnten sich ins Freie retten und blieben unverletzt. Sie wurden durch Rettungskräfte in eine nahegelegene Schule gebracht und werden dort betreut. Sie alle blieben bis auf einen gehörigen Schrecken unverletzt.
Den Brand konnte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle bringen - die Arbeiten an der Brandstelle werden aber vermutlich noch den ganzen Tag andauern. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und rechnet damit, dass die Ruine erst am Nachmittag für weitere Untersuchungen betreten werden kann. Die Ursache für die Explosion ist unklar - die Retter gehen möglicherweise von einer Gasexplosion aus.

© westkuesten-news.de / Florian Sprenger
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Unsere O-Töne
O-Ton Peter Bohne, Anwohner: "Ich habe geschlafen und bin von einem riesengroßen Knall wach geworden. Das ganze Haus hat gewackelt - ich habe dann zu meiner Frau gesagt dass irgendwo etwas explodiert sein muss. Meine Frau hat dann durch das Badezimmerfenster gesehen dass es gegenüber brennt. Vom Küchenfenster aus haben wir dann gesehen dass es lichterloh brennt. Ich habe dann die wichtigsten Sachen zusammengepackt und sind runter, da war die Feuerwehr auch schon da. Die Feuerwehr hat mein Auto dann noch freigeräumt damit ich wegfahren kann."

O-Ton Holger Bauer, Pressesprecher Feuerwehr Nortorf: "Es hat sich heute morgen gegen halb sieben hier eine schwere Explosion in einem Mehrfamilienhaus ereignet. Die Ursache ist derzeit völlig offen. Es ist hier an einem Mehrfamiliengebäude das Kopfgebäude förmlich weggesprengt worden. Umliegende Scheiben sind zu Bruch gegangen und parkende Autos wurden beschädigt. Eine Person wird aktuell vermisst - ob diese sich in dem Gebäude befindet können wir aktuell noch nicht sagen. Es sind fünf Feuerwehren und ein Großaufgebot des Rettungsdienstes vor Ort. Wir haben jetzt einen Bausachverständigen vor Ort, um gefahrlos weiter am Gebäude arbeiten zu können. Die erste Maßnahme war natürlich alle Gasleitungen abzusperren, dafür sind die Stadtwerke vor Ort. Wir haben die Bewohner der umliegenden Gebäude, die alle unverletzt sind, evakuiert und in einer nahegelegenen Schule untergebracht. Es ist ein Gebäude mit mehreren Wohneinheiten.

O-Ton Christian Mandel, Pressesprecher Rettungsdienst: "Heute morgen kam es hier zu einer vermutlichen Explosion in einem Endreihenhaus. Das Gebäude stand danach in Vollbrand und ist völlig zerstört. Da nach ersten Meldungen davon ausgegangen werden musste das möglicherweise mehrere Menschen vermisst würden ist hier natürlich ein Großaufgebot des Rettungsdienstes zur Betreuung und Versorgung angerückt. Das hat sich jetzt auf einen Bewohner, der vermisst wird, reduziert. Daher können auch die Rettungskräfte reduziert, bleiben aber vor Ort damit wir sofort eingreifen können wernn die Person gefunden wird. Mehrere Nachbarn und Anwohner werden durch den Rettungsdienst betreut.

    Unsere Bilder
  • Totale der Brandstelle, Rauchentwicklung aus Trümmern
  • Herausgesprengte Giebelwand liegt auf Rasen und Straße
  • Straße übersät mit Trümmern, beschädigte Autos und Fensterscheiben
  • Beschädigtes Dach, Blick auf Reihenhausanlage
  • Feuerwehr und Rettungsdienst mit Großaufgebot vor Ort, Löscharbeiten
  • Einsatzkräfte vor zerstörtem Haus, besprechen sich
  • Außenbilder von nahegelegener Schule, wo die Anwohner betreut werden
  • Schnittbilder

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