NEWSID: 2129
Datum: 02.03.2021 - 11:01 Uhr | Schleswig-Holstein

Historisches Reetdachhaus von SIG-Sauer-Chef in Flammen: Mehrere hundert Jahre altes Fachwerk-Bauernhaus brennt nieder

Anwesen soll Inahber der Waffenfabrik "Sig Sauer", Michael L., gehören - Große Gefahr für Feuerwehr wegen im Haus befindlicher Waffen und Munition - Feuer war offenbar im Dachbereich des Haupthauses von "Hof Ostermühlen" ausgebrochen - Feuerwehr mit Großaufgebot im Einsatz

Historisches Reetdachhaus von SIG-Sauer-Chef in Flammen: Mehrere hundert Jahre altes Fachwerk-Bauernhaus brennt nieder: Anwesen soll Inahber der Waffenfabrik

Datum: 02.03.2021 - 11:01 Uhr
Ort: Beringstedt / Schleswig-Holstein / Kreis Rendsburg-Eckernförde

Ein rund 400 Jahre altes und liebevoll renoviertes Reetdachhaus ist am Dienstagmittag in der Gemeinde Beringstedt im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Flammen aufgegangen und nahezu vollständig niedergebrannt. Anwohner hatten den Brand in dem 300 Quadratmeter großen Haus gegen 10.30 Uhr bemerkt und den Notruf gewählt - doch das Feuer, das vermutlich im Dachbereich ausgebrochen war, hatte sich rasend schnell in dem trockenen Strohdach ausgebreitet. Schon als die Feuerwehr wenige Minuten später am Einsatzort eintraf, brannte das Dach des in Fachwerkbauweise errichteten Gebäudes lichterloh. Die Flammen erfassten schnell den gesamten Dachstuhl und ließen sich auch nicht mehr stoppen.
Die Bewohner des Hauses wurden nicht verletzt. Sie waren nach Angaben der Feuerwehr bei Brandausbruch nicht im Haus.
Bei dem brennenden Gebäude handelt es sich um das Haupthaus des "Hof Ostermühlen", der von seinen jetzigen Besitzern vor rund zehn Jahren übernommen und aufwändig saniert worden ist.
Schwierigkeiten bereitete der Feuerwehr schon bei der Anfahrt zum Brandort der dichte Nebel, der teilweise nur Sichtweiten von 50 Metern zuließ.
Nach bisherigen Informationen soll das ganze Anwesen dem Inhaber der Waffenfabrik "SIG Sauer", Michael L., gehören. Nach Angaben der Feuerwehr sollen sich auch mehrere Waffen und Munition in dem Haus befinden, was für eine zusätzliche Gefährdung der Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten sorgte.
Ein Übergreifen des Feuers auf andere Gebäude konnten die rund 100 eingestzten Feuerwehrleute aber verhindern.
Die Brandursache und Schadenshöhe sind noch unbekannt. Die Polizei hat den Brandort für weitere Untersuchungen beschlagnahmt.

© westkuesten-news.de / Florian Sprenger
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Unsere O-Töne
O-Ton Ingo Hüttmann, Pressesprecher Kreisfeuerwehrverband: "Um 10.28 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand an einem Reetdachhaus alarmiert. Nach Erkundung wurde sofort Großalarm für alle umliegenden Feuerwehren ausgelöst. Unsere Maßnahmen waren zunächst ein schneller Löschangriff, denn beim Eintreffen der ersten Wehren stand das Haus schon in Vollbrand. Das Gebäude ist ein Reetdachhaus, es war beim Eintreffen der Feuerwehr unbewohnt. Nach Angaben des Einsatzleiters befindet sich allerdings Munition im Gebäude. Wir haben hier zum Glück keine Probleme mit der Wasserversorgung. Es sind sieben Feuerwehren mit 100 Einsatzkräften vor Ort. Aufgrund des brennenden Reetdachs werden die Löscharbeiten noch bis in die Abendstunden andauern um alle Glutnester zu löschen."

    Unsere Bilder
  • Totale der Brandstell im dichten Nebel
  • Flammen schlagen meterhoch aus Dach
  • Brennendes Reet auf dem Dach
  • Starke Rauchentwicklung über dem Haus
  • Feuerwehr löscht, auch von Drehleiter aus
  • Einsatzkräfte mit Großaufgebot vor Ort
  • Verlegte Schlauchleitungen, Feuerwehr unter Atemschutz
  • Schnittbilder

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